Der TMS Test im Überblick

Der Test für Medizinische Studiengänge oder kurz TMS ist kein Test wie man ihn aus der Schule kennt. Beim Medizinertest werden nicht Wissen, sondern viel mehr Fähigkeiten überprüft, die auch im Medizinstudium von großer Relevanz sind. Die Teilnehmer sollen unter Beweis stellen, dass sie komplexe Informationen in Form von Texten, Grafiken oder Tabellen erfassen und interpretieren können.

Räumliches Vorstellungsvermögen, Textverständnis, Merk- und Konzentrationsfähigkeit sind nur einige der Fähigkeiten die du als Teilnehmer während der mehr als fünfstündigen Prüfung bzw. neuen Untertests unter Beweis stellen musst.

Die Testentwickler wissen genau wie man die Teilnehmer unter Druck setzen kann. Alle Untertests sind so konzipiert, dass es nahezu unmöglich scheint alle gestellten Aufgaben in der dafür vorgesehenen Zeit zu lösen. Das soll zusätzlichen psychologischen Druck erzeugen und die Teilnehmer zu Höchstleistungen bringen.

Beim TMS Test wird dein Ergebnis als Testwert angegeben. Zusätzlich wird dir mit dem sogenannten Prozentrang mitgeteilt, wie viel Prozent der Teilnehmer gleichgut bzw. schlechter abgeschnitten haben.
Letztlich relevant für die Bewerbung an den Universitäten ist die Testnote die aus dem Testwert bestimmt wird. Bestwert ist hier, ähnlich wie in der Schule, die Note 1.0.

Die einmalige Gelegenheit die Abiturnote zu verbessern

Die Anzahl der Bewerber für das Medizinstudium steigt jährlich an und nur mit einem außergewöhnlich guten Abitur erhält man heutzutage einen Studienplatz. Da die Anzahl der Studienplätze über die Jahre nur minimal angestiegen ist, wird es sowohl im Winter- wie auch in Sommersemester immer schwieriger einen der begehrten Studienplätze zu ergattern.

Das Diagramm zeigt das Verhältnis von Studienplätzen und Bewerbern zum Wintersemester in den letzten Jahren:

Der TMS Test ist DIE Gelegenheit die Abiturnote zu verbessern, da bei vielen Universitäten sowohl Test-, als auch Abiturnote berücksichtigt werden. Mittlerweile wird der TMS Test an 19 Universitäten als zusätzliches Auswahlkriterium neben der Abiturnote herangezogen. Je besser du beim Medizinertest abschneidest, desto mehr kann auch deine Abiturnote nach oben korrigiert werden.

Wichtig ist allerdings zu wissen, dass der TMS Test nur einmal absolviert werden kann und NICHT wiederholbar ist!

Zahlen, Daten, Fakten – der TMS 2016

Der nächste Test für Medizinische Studiengänge findet voraussichtlich am 30. April 2016 statt.
Die Anmeldefrist beginnt am 1. Dezember 2015 und endet am 15. Januar 2016.
Die Teilnahmegebühr beträgt wie jedes Jahr 73€ und muss bis zum 21. Januar 2016 um Mitternacht auf dem Konto der Uniklinik Heidelberg eingegangen sein.
Der Test findet erfahrungsgemäß an zahlreichen Orten in ganz Deutschland statt. Bei der Anmeldung kannst du dir einen Ort in deiner Nähe aussuchen.

Wie der Medizinertest berücksichtigt wird

Insgesamt berücksichtigen derzeit 19 Universitäten den TMS Test, jedoch gibt es keine einheitlichen Kriterien wie stark der Test in die Auswahlkriterien der einzelnen Universitäten miteinbezogen wird.

Bochum (Ruhr Universität)

Humanmedizin: Aus 51 % der Abiturdurchschnittsnote und 49 % des Testergebnisses eine neu gewichtete Durchschnittsnote gebildet. Weitere Kriterien werden nicht berücksichtigt.
Anschließend wird die Rangliste für die Auswahl der Bewerber neu erstellt. Bei Ranggleichheit bestimmt sich die Rangfolge nach der Durchschnittsnote die im Abitur erreicht wurde.

Zahnmedizin: Keine Berücksichtigung des TMS Tests.

 

Erlangen-Nürnberg (Friedrich-Alexander-Universität)

Humanmedizin: Die besten 10% der Absolventen des TMS Tests (Prozentrang ≥ 90) können ihre Abiturnote um 0.8 verbessern.
Ein Ergebnis schlechter als 10% bis einschließlich 20% (Prozentrang 89.9-80) kann die Abiturnote um 0.6 verbessern.
Ein Ergebnis schlechter als 20% bis einschließlich 30% (Prozentrang 79.9-70) verbessert die Abiturnote um 0.4.
Ein Ergebnis schlechter als 30% bis einschließlich 40% (Prozentrang 69.9-60) führt zu einer Verbesserung der Abiturnote um 0.2.

Zahnmedizin: Identisches Verfahren.

 

Frankfurt (Goethe Universität)

Humanmedizin: Die Auswahlnote der Universität errechnet sich aus 51% der Abiturdurchschnittsnote und 49% des Testergebnisses. Der Test wird nur gewertet, wenn er zu einer Verbesserung der Durchschnittsnote führt.

Zahnmedizin: Identisches Verfahren.

 

Freiburg (Albert-Ludwigs-Universität)

Humanmedizin: Ein Testergebnis unter den besten 10% (Prozentrang ≥ 90) kann die Abiturdurchschnittsnote um 0.5 verbessern.
Ein Ergebnis schlechter als 10% aber mindestens 30% (Prozentrang 89.9-70) führt zu einer Verbesserung der Abiturnote um 0.3

Zahnmedizin: Identisches Verfahren.

 

Göttingen (Georg-August-Universität)

Humanmedizin: Ein Testergebnis unter den besten 10% (Prozentrang ≥ 90) führt zu einer Verbesserung der Abiturnote um 0.5
Ein Ergebnis schlechter als 10% bis einschließlich 20% (Prozentrang 89.9-80) kann die Abiturnote um 0.4 verbessern.
Ein Ergebnis schlechter als 20% bis einschließlich 30% (Prozentrang 79.9-70) verbessert die Abiturnote um 0.3.
Ein Ergebnis schlechter als 30% bis einschließlich 40% (Prozentrang 69.9-60) führt zu einer Verbesserung der Abiturnote um 0.2.

Zahnmedizin: identisches Verfahren.

 

Halle-Wittenberg (Martin-Luther-Universität)

Humanmedizin: Die Auswahlnote der Universität errechnet sich aus 51% der Abiturdurchschnittsnote und 49% des Testergebnisses. Der Test wird nur gewertet, wenn er zu einer Verbesserung der Durchschnittsnote führt.

Zahnmedizin: Identisches Verfahren.

 

Heidelberg (Ruprecht-Karls-Universität)

Humanmedizin: Die zu bildende Punktzahl wird im Verhältnis 46 (Abiturleistung) : 44 (TMS Ergebnis) : 10 (Zusatzkriterien) errechnet. Nur ein TMS-Ergebnis von über 100 Punkten führt zu einer Bonierung.

Zahnmedizin: Identisches Verfahren.

 

Heidelberg-Mannheim (Medizinische Fakultät)

Humanmedizin: Die zu bildende Punktzahl wird im Verhältnis 46 (Abiturleistung) : 44 (TMS Ergebnis) : 10 (Zusatzkriterien) errechnet. Nur ein TMS-Ergebnis von über 100 Punkten führt zu einer Bonierung.

Zahnmedizin: Dieser Studiengang wird an dieser Universität nicht angeboten.

 

Kiel (Christian-Albrechts-Universität)

Humanmedizin: Ein Prozentrang von ≥ 90 kann die Abiturnote um 0.5 verbessern.
Ein Prozentrang von 90-81 kann die Abiturnote um 0.4 verbessern.
Ein Prozentrang von 80-71 verbessert die Abiturnote um 0.3.
Ein Prozentrang von 70-61 führt zu einer Verbesserung der Abiturnote um 0.2.

Zahnmedizin: Identisches Verfahren.

 

Leipzig (Universität)

Humanmedizin: 90% der Studienplätze im Auswahlverfahren der Hochschule werden nach Abitur- und TMS-Note vergeben. Die Durchschnittsnote errechnet sich aus 60% Abiturdurchschnittsnote und 40% Testnote. Der TMS Test wird nur berücksichtigt, wenn er zu einer Verbesserung der Durchschnittsnote führt.

Zahnmedizin: Identisches Verfahren.

 

Lübeck (Universität zu)

Humanmedizin: Ein Testergebnis von 2.5 (Testnote) oder besser im TMS Test führt zu einer Verbesserung der Abiturdurchschnittsnote um 0.4.

Zahnmedizin: Keine Berücksichtigung des TMS Tests.

 

Mainz (Johannes-Gutenberg-Universität)

Humanmedizin: Die Auswahlnote der Universität errechnet sich aus 51% der Abiturdurchschnittsnote und 49% des Testergebnisses. Der Test wird nur gewertet, wenn er zu einer Verbesserung der Durchschnittsnote führt.

Zahnmedizin: Identisches Verfahren.

 

Marburg (Philipps-Universität)

Humanmedizin: Die besten 10% der Absolventen des TMS Tests (Prozentrang ≥ 90) können ihre Abiturnote um 0.8 verbessern.
Ein Ergebnis schlechter als 10% bis einschließlich 20% (Prozentrang 89-80) kann die Abiturnote um 0.6 verbessern.
Ein Ergebnis schlechter als 20% bis einschließlich 30% (Prozentrang 79-70) verbessert die Abiturnote um 0.4.
Ein Ergebnis schlechter als 30% bis einschließlich 40% (Prozentrang 69-60) führt zu einer Verbesserung der Abiturnote um 0.2.
Die Abiturdurchschnittsnote kann maximal auf 1.0 verbessert werden.

Zahnmedizin: Keine Berücksichtigung des TMS Tests.

 

München (Ludwig-Maximilians-Universität)

Humanmedizin: Die besten 10% der Absolventen des TMS Tests (Prozentrang ≥ 90) können ihre Abiturnote um 0.8 verbessern.
Ein Ergebnis schlechter als 10% bis einschließlich 20% (Prozentrang 89-80) kann die Abiturnote um 0.6 verbessern.
Ein Ergebnis schlechter als 20% bis einschließlich 30% (Prozentrang 79-70) verbessert die Abiturnote um 0.4.
Ein Ergebnis schlechter als 30% bis einschließlich 40% (Prozentrang 69-60) führt zu einer Verbesserung der Abiturnote um 0.2.

Zahnmedizin: Keine Berücksichtigung des TMS Tests.

 

Oldenburg (Carl von Ossietzky Universität)

Humanmedizin: Die Auswahlnote der Universität errechnet sich aus 51% der Abiturdurchschnittsnote und 49% des Testergebnisses. Der Test wird nur gewertet, wenn er zu einer Verbesserung der Durchschnittsnote führt.

Zahnmedizin: Keine Berücksichtigung des TMS Tests.

 

Regensburg (Universität)

Humanmedizin: Die besten 10% der Absolventen des TMS Tests (Prozentrang ≥ 90) können ihre Abiturnote um 0.8 verbessern.
Ein Ergebnis schlechter als 10% bis einschließlich 20% (Prozentrang 89.9-80) kann die Abiturnote um 0.6 verbessern.
Ein Ergebnis schlechter als 20% bis einschließlich 30% (Prozentrang 79.9-70) verbessert die Abiturnote um 0.4.
Ein Ergebnis schlechter als 30% bis einschließlich 40% (Prozentrang 69.9-60) führt zu einer Verbesserung der Abiturnote um 0.2.

Zahnmedizin: Identisches Verfahren.

 

Tübingen (Eberhard Karls Universität)

Humanmedizin: Die besten 10% der Absolventen des TMS Tests (Prozentrang ≥ 90) können ihre Abiturnote um 0.6 verbessern.
Ein Ergebnis schlechter als 10% bis einschließlich 30% (Prozentrang 89.9-70) kann die Abiturnote um 0.4 verbessern.
Ein Ergebnis schlechter als 30% bis einschließlich 50% (Prozentrang 69.9-50) verbessert die Abiturnote um 0.2.

Zahnmedizin: Die besten 10% der Absolventen des TMS Tests (Prozentrang ≥ 90) können ihre Abiturnote um 0.5 verbessern.
Ein Ergebnis schlechter als 10% bis einschließlich 30% (Prozentrang 89.9-70) kann die Abiturnote um 0.3 verbessern.
 

Ulm (Universität)

Humanmedizin: 50% der Studienplätze werden nach Abiturdurchschnittsnote und TMS Testergebnis vergeben.
Die Auswahlnote der Universität errechnet sich aus 51% der Abiturnote und 49% des Testergebnisses

Zahnmedizin: Identisches Verfahren.

 

Würzburg (Julius-Maximilians-Universität)

Humanmedizin: Die besten 4% der Absolventen des TMS Tests (Prozentrang ≥ 96) können ihre Abiturnote um 0.6 verbessern.
Ein Ergebnis schlechter als 4% bis einschließlich 8% (Prozentrang 95.9-92) kann die Abiturnote um 0.5 verbessern.
Ein Ergebnis schlechter als 8% bis einschließlich 12% (Prozentrang 91.9-88) verbessert die Abiturnote um 0.4.
Ein Ergebnis schlechter als 12% bis einschließlich 16% (Prozentrang 87.9-84) führt zu einer Verbesserung der Abiturnote um 0.3.
Ein Ergebnis schlechter als 16% bis einschließlich 20% (Prozentrang 83.9-80) verbessert die Abiturnote um 0.2.
Ein Ergebnis schlechter als 20% bis einschließlich 24% (Prozentrang 79.9-76) führt zu einer Verbesserung der Abiturnote um 0.1.

Zahnmedizin: Identisches Verfahren.

 

Zusätzlich zu diesen öffentlichen Universitäten bietet die Kassel School of Medicine gemeinsam mit der Universität Southampton die Möglichkeit ein europäisches Medizinstudium zu absolvieren. Auch hier wird der TMS Test bei der Studienplatzvergabe berücksichtigt.

Kassel (School of Medicine)

Humanmedizin: Je nach Ergebnis werden Bewerber mit guten Leistungen beim TMS Test bevorzugt zu den Auswahlgesprächen eingeladen.

Zahnmedizin: Dieser Studiengang wird an dieser Universität nicht angeboten