Im Jahr 2013 wurde das Auswahlverfahren für das Medizinstudium in Österreich grundlegend geändert. Der EMS wurde abgeschafft und durch den MedAT ersetzt. Der neue Eignungstest unterscheidet sich je nach Studiengang und wird für angehende Humanmediziner als MedAT-H und für zukünftige Zahnmediziner als MedAT-Z bezeichnet.

Beim MedAT handelt es sich um eine Kombination verschiedener Testverfahren. Einerseits werden kognitive Fähigkeiten wie räumliches Denken und Merkfähigkeit überprüft, andererseits müssen die Teilnehmer ihr Fachwissen in den großen naturwissenschaftlichen Fächern Biologie, Chemie, Physik und Mathematik im Basiskenntnistest unter Beweis stellen.

Als Studienplatzanwärter kannst du dich nun noch gezielter auf den Medizinertest vorbereiten, da die prüfungsrelevanten Themengebiete vorab veröffentlicht werden.
Anmeldung für den MedAT

Die Anmeldung erfolgt ausschließlich online über das Anmeldeformular auf dem Portal www.medizinstudieren.at. Alle Studienbewerber sind dazu verpflichtet diese Internet-Anmeldung im Zeitraum zwischen dem 2. März 2015 und 31. März 2015 durchzuführen.

Verpasst man die Anmeldefrist besteht keine Möglichkeit am Auswahlverfahren teilzunehmen. Der Test findet in Wien, Graz, Linz und Innsbruck am 3. Juli 2014 statt.

Bewerberzahlen und Studienplätze

In der unten angeführten Übersicht siehst du, wie viele Bewerber es im Jahr 2014 für die angebotenen Studienplätze der jeweiligen Universitäten gab.
Die von uns berechnete Quote zeigt dir, welches Ergebnis du erreichen müsstest, um einen Studienplatz zu ergattern.
In Wien musste man im Jahr 2014 beispielsweise unter den besten 12 % der Testteilnehmer sein um einen Studienplatz zu erhalten.

Die Bewerberzahlen können von Jahr zu Jahr variieren. Trotz eingeführter Kostenbeteiligung von 110€ ist allerdings die Anzahl der Testteilnehmer stetig steigend, denn Studienplätze in Human- und Zahnmedizin sind heiß begehrt.

Universität Studienplätze Bewerber Quote
Medizinische Universität Wien 740 6.016 1:8
Medizinische Universität Innsbruck 400 3.478 1:9
Medizinische Universität Graz 360 2.765 1:7
Johannes Kepler Universität Linz 60 342 1:6
Gesamt 1.560 12.601 1:8

Quotenregelung beim MedAT bleibt wie beim EMS Test!

Auch nach der Einführung des neuen Auswahlverfahrens bleibt die Quotenregelung für die Studiengänge Human- und Zahnmedizin erhalten, um auch in den nächsten Jahren eine ausreichende medizinische Versorgung in Österreich gewährleisten zu können. Dabei werden zwischen den drei folgenden Quoten unterschieden:

ÖsterreicherInnen Quote: 75 Prozent der Studienplätze

In diese Quote fallen EU-Bürger und diesen gleichgestellte Personen, die Inhaber eines österreichischen Reifeprüfungszeugnisses sind. Das bedeutet, dass auch Staatsbürger aus anderen EU-Ländern, die ihre Reifeprüfung in Österreich abgelegt haben, in diese Quote fallen.

EU Quote: 20 Prozent der Studienplätze

In die EU-Quote fallen EU-Bürger und diesen gleichgestellte Personen, die ihr Reifeprüfungszeugnis in- oder außerhalb der EU erworben haben. Auf Grund der hohen Bewerberzahlen aus Deutschland ist es in dieser Quote besonders schwer einen Studienplatz zu bekommen.

Nicht EU Quote: 5 Prozent der Studienplätze

Zu dieser Quote zählen Drittstaatsangehörige, die ihr Reifezeugnis in- oder außerhalb der EU erworben haben. Da es in dieser Quote deutlich leichter ist einen Studienplatz zu erhalten, sollte jeder der die Möglichkeit hat, seine Reifeprüfung im EU-Ausland abzulegen, diese auch nützen.

Kostenbeteiligung beim MedAT

In den letzten Jahren ist es immer wieder vorgekommen, dass eine große Anzahl der angemeldeten Bewerber nicht zum Testtermin erschienen ist. Aus diesem Grund sahen sich die medizinischen Universitäten gezwungen eine Kostenbeteiligung von 110 Euro einzuführen.

Der Antwortbogen – Das Herz des MedAT

Die Auswertung des MedAT erfolgt einzig und allein anhand der Antwortbögen. Selbst wenn im Fragenheft richtige Antworten markiert wären, würden diese nicht in der Bewertung berücksichtigt. Dementsprechend ist es unabdingbar den Antwortbogen konzentriert, vollständig und fehlerfrei auszufüllen.
Für das Ausfüllen der Antwortbögen sind ausschließlich Kugelschreiber mit blauer oder schwarzer Tinte zugelassen.
Du solltest in jedem Fall während des gesamten Tests denselben Kugelschreiber verwenden.
Dies hat einen einfachen Grund: Der Antwortbogen wird rein maschinell ausgewertet. Nachdem sich der Leserahmen an der Farbstärke des ersten Kreuzes auf dem Antwortbogen orientiert, ist es prinzipiell möglich, dass alle Kreuze die mit einer anderen Farbe gemacht wurden, nicht mehr gewertet werden.

Unser Tipp: Kreuze jede Frage an. Selbst wenn du die Antwort nicht wissen solltest, hast du eine 1 zu 5 Chance richtig zu antworten. Im Übrigen gibt es keine Negativpunkte.

Richtig ankreuzen beim MedAT

Wir empfehlen dir bereits während deiner Vorbereitung für den MedAT die Übertragungszeit deiner Antworten auf den Antwortbogen in die Zeitbegrenzung aller Untertests einzuberechnen. Am Testtag solltest du dir für das Übertragen auf jeden Fall genug Zeit nehmen, da man nach Ablauf der Zeit für den jeweiligen Untertest nicht mehr im Fragenheft zurückblättern darf.